Innovative Lösungen für effiziente Raumnutzung

Die AutoStore-Technologie bietet bereits in der Standardausführung gegenüber herkömmlichen AKL-Lösungen eine um 60 bis 70 % verbesserte Raumausnutzung. Mit dem bewährten, flexiblen Systemkonzept hat Systemintegrator Element Logic bereits auch Mehrgeschossanlagen realisiert und damit zusätzliche Potenziale zur optimalen Raumnutzung und Senkung des Flächenverbrauchs erschlossen.

Die Suche nach Platz in der Logistikbranche wird immer dringlicher. Neue Bauflächen sind knapp, vor allem da Logistikgebäude oft riesige Flächen beanspruchen. Das zwingt Bauherren und Investoren dazu, clevere Lösungen zu finden, die weniger Raum brauchen. Mehrgeschossige Gebäude und innovative Lager- und Kommissioniersysteme wie AutoStore rücken daher in den Fokus, um die Flächennutzung zu optimieren und Platzprobleme zu lösen.

Die Vielseitigkeit der AutoStore-Technologie

Je nach Behälterhöhe lassen sich bis zu 24 Behälter übereinander stapeln. Die Systemhöhe der AutoStore-Anlagen beträgt unter Berücksichtigung einer Deckensprinklerung acht Meter. Das kompakte, auf dem Hallenboden montierte Gesamtsystem mit integrierten Arbeitsstationen, den sogenannten Ports, bietet gegenüber herkömmlichen Kleinteilelagerlösungen eine um 60 bis 70 % verbesserte Raumausnutzung. Das Anlagenlayout kann dabei exakt auf jedwede bauliche Gegebenheit angepasst werden. Auch mehrstöckige Anlagen sind problemlos realisierbar, um mit dem kompakten Lager- und Kommissioniersystem auch Hallenhöhen von mehr als acht Metern vollständig zu nutzen. „Die allermeisten Logistikhallen sind maximal 12 Meter hoch und damit hervorragend für AutoStore-Systeme geeignet“, erläutert Joachim Kieninger, Director Strategic Business Development Element Logic Germany, dem weltweit ersten offiziellen AutoStore-Integrator. „Grundsätzlich lassen sich AutoStore-Anlagen in jede Logistikhalle integrieren. Auch oberhalb des Warenein- und ausgangsbereiches, der in der Regel lediglich drei bis vier Meter Höhe hoch ist, lassen sich darüber AutoStore-Anlagen platzsparend installieren.“

Dazu bieten sich mehrere Optionen. So kann das leichtgewichtige Aluraster der Anlage auf einer Stahlbaubühne oder in einem Obergeschoss eingerichtet werden. Die zu berücksichtigende Bodenbelastung beträgt abhängig von der Behälterhöhe lediglich zwischen 1,8 bis 2,8 Tonnen je Quadratmeter. Die unter einer Bühnenkonstruktion liegende Fläche ist dann zum Beispiel als Lagerfläche für Paletten und Großteile oder als Bearbeitungs- und Bereitstellungsfläche nutzbar.

Erfolgreiche Umsetzungen von Mehrgeschossanlagen

Element Logic hat beispielsweise 2018 im Logistikzentrum von Elektronikdistributor TTI Inc. in Maisach-Gernlinden bei München auf einer 5,5 Meter hohen Stahlbaubühne die mit mehr als 156.000 Behälterstellplätzen größte auf einer Bühne montierte AutoStore-Anlage der Welt errichtet. Damit wurde das nutzbare Lagervolumen des Handelsunternehmens mehr als verdreifacht. Unter der Bühne konnten Arbeitsplätze für die Wareneingangsbearbeitung geschaffen werden. Mit einer 2021 durchgeführten Erweiterung der Stahlbaubühne wurde die darauf montierte AutoStore-Anlage auf eine Fläche von insgesamt 5.000 m² annähernd verdoppelt. Insgesamt 48 Kommissionierarbeitsstationen werden aus der Anlage bedient. Die Einlagerung erfolgt auf Hallenbodenniveau mittels Swing-Ports.

Das Aluraster der AutoStore-Anlagen ist so leicht, dass es problemlos auf einer Stahlbaubühne oder in einem Obergeschoss installiert werden kann. Dadurch wird Platz auf Ebene 0 frei, der dann für andere Zwecke genutzt werden kann.

Die AutoStore-Technologie ermöglicht auch geschoßübergreifende Lösungen mit mehreren AutoStore-Anlagen übereinander, die entweder mittels Standard-AutoStore-Lifen oder Fördertechnik miteinander verbunden werden. Transferzellen, die in die AutoStore-Anlage integriert sind, dienen als Schnittstelle zur Fördertechnik indem die AutoStore-Roboter die Systembehälter direkt darauf absetzen oder aufnehmen. Das erschließt vielfältige Optionen für den Weitertransport etwa an angebundene Vertikalförderer zum Geschosswechsel, an AMR-Stationen oder an die vollautomatisierte Robot-Picking-Lösung eOperator. Auf diese Weise lassen sich mittels AutoStore Ein- und Auslagerungsprozesse nebst der entsprechenden Materialflüsse auf jeweils unterschiedlichen Ebenen einrichten und konsequent trennen. Etwa bei zukunftsweisenden Multilevel-Immobilien.

Vertikale Konnektivität: Lösungen über mehrere Etagen hinweg

Mit Blick auf geringeren Flächenbedarf gewinnen solche Gebäudemodelle zunehmend an Bedeutung. Zu unterscheiden sind einfache mehrstöckige Immobilien und echte Multilevel-Immobilien. Bei einfacher Mehrstöckigkeit erfolgen etwa die Andienung im Erdgeschoss, Auslagerung und Versandfertigung auf einer anderen Geschoßebene. Bei echten Multilevel-Immobilien sind die einzelnen Ebenen über eine Rampe von außen mit Flurfördergeräten und Transportfahrzeugen befahrbar. In beiden Fällen generieren AutoStore-Anlagen mit geschoßübergreifenden Portliften weitreichende Vorteile für die Gestaltung der Materialflüsse.

So sind die Ports einer Mehrgeschossanlage im Logistikzentrum der TDK Electronics AG in Heidenheim auf zwei Ebenen installiert – auf Ebene Null erfolgt die Einlagerung, auf der Geschossebene die Kommissionierung und Versandvorbereitung.

Die 3D-Ansicht illustriert, wie zwei Lifte die auf einer Stahlbühne montierte AutoStore-Anlage bedienen, wodurch die Notwendigkeit von Rampen entfällt und Platz gespart wird.

Effiziente Prozesse und Automatisierung

Bei echten Multilevel-Immobilien lassen sich damit Baukosten einsparen und Lagerkapazitäten erhöhen. Statt einen Teil des Baugrunds für eine Rampe zu verwenden, um höhergelegene Stockwerke von außen zu bedienen, was zudem eine verstärkte Statik erfordert, kann mit einer AutoStore-Anlage und geschoßübergreifenden Portliften mehr Nutzfläche verplant oder weniger Grundfläche erworben und bebaut werden. Ähnliche Projekte mit raumsparenden Mehrgeschossanlagen hat Element Logic erfolgreich unter anderem auch für den schwedischen Logistikdienstleister Speed Logistics, den Schweizer Großhandelsbetrieb Scheitlin-Papier AG in dessen Logistikzentrum in Niederuzwil/St. Gallen, sowie im norwegischen Logistikzentrum von Solar Danmark A/S, einem der europaweit führenden Handelsunternehmen für Elektrokomponenten, realisiert.

Bei der Scheitlin-Papier AG steht die AutoStore-Anlage in einem Obergeschoß und bietet auf einer Grundfläche von lediglich 400 Quadratmetern rund 15.000 Behälterstellplätze. Die Ports für die Kommissionierung sind auf einer Gebäudeebene unterhalb des AutoStore-Lagers angeordnet. Dort befinden sich auch die Packbereiche und die Versandbereitstellung, so dass der Materialfluss ohne interne Umwege effizient in den Gesamtprozess eingebunden ist. Als Besonderheit der Anlage gilt zudem ihr Einbau zwischen zwei Gebäudewänden. Dadurch konnten zwei Seitenverkleidungen eingespart werden.

Bei Solar ist die AutoStore-Anlage überdies mit einem eOperator, der roboterbasierten Kommissionier-Lösung von Element Logic, ausgestattet. Unterstützt von Machine-Learning-Technologie kann der Roboterarm des eOperator ein neues Produkt sehen und es aufnehmen, ohne dass eine Vorprogrammierung für diesen speziellen Artikel erforderlich ist. Er pickt die Artikel aus dem AutoStore-Karussell-Port direkt in die Versandpakete. „eOperator wurde für das Zusammenspiel mit AutoStore-Anlagen von Element Logic entwickelt, um weitere Prozesse im AutoStore-Umfeld zu automatisieren“, erläutert Kieninger. „Die Optimierung der Flächen- und Raumnutzung sowie die Automatisierung weiterer Prozesse rund um das AutoStore wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.“

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